Quo vadis 2017 - Saisonplanung Markus

Neues Jahr – neues Glück

Das Jahr 2017 ist mittlerweile eine Woche alt und über die Weihnachtstage blieb genügend Zeit sich endlich ein paar Gedanken über die neue Saison zu machen.

Foto: Sportograf beim Pitz Alpine

Bei aller Vorfreude auf das neue Laufjahr, die neuen Ziele und neue Erlebnisse kommt man nicht umhin das Sportjahr 2016 Revue passieren zu lassen: Hier bin ich zuerst einmal eines – unglaublich dankbar. Dankbar dafür, dass ich meine Leidenschaft trotz Familie und Beruf ausleben durfte und dankbar dafür, dass ich nun seit fast drei Jahren quasi verletzungsfrei durch die Gegend laufen kann. Das Verletzungsrisiko hängt über uns Läufer wie ein Damoklesschwert und so ist die Leistungsfähigkeit auf Dauer doch sehr stark von der Konstitution des Körpers und natürlich einer großen Portion Glück abhängig. Ich hatte dieses Glück die letzten Jahre und kam bis auf ein paar Selbstverstümmelungsversuche, die mein Schwiegervater im Alleingang flicken konnte  (trotz Ruhestand als Allgemeinarzt hat er immer ein frisch sterilisiertes Nähset für mich parat liegen), gesund und munter über die Trails.

Foto: Whistaler bei der ZTC 2016

Rückblick 2016

Sportliches Highlight 2016 war mit Sicherheit die Berufung in den Berglaufnationalkader und die WM in Slowenien mit der Bronzemedaille in der Mannschaftswertung. Persönlich konnte ich meine stärksten Leistungen beim Lichtenstein Skyrace, dem Pitz Alpine Glacier Trail und dem Arberland Ultratrail abrufen, wo ich jeweils auf dem Podium stand. Ein besonderes Erlebnis war wie immer der Transalpine Run, den ich mit Tina Fischl im Mixed-Team bestreiten durfte. Am Ende der Saison 2016 stehen 17 Wettkämpfe mit insgesamt 582 km und 31500 Höhenmeter zu Buche – mehr als ich je zuvor gelaufen bin.

Foto: Benjamin Seidl Berglauf WM 2016

Quo vadis 2017?

Im Jahr 2017 möchte ich mit altbewährtem Rezept weitermachen: Ein schneller Halbmarathon am Ende des Winters und anschließend volle Konzentration auf Trails mit Distanzen von 40 bis 80 Kilometer. Als (wettkampforientierter) Trailläufer hat man meiner Meinung nach im Winter zwei Trainingswege die man beschreiten kann: Entweder man bolzt Höhenmeter auf Ski und setzt sich hier den ein oder anderen Wettkampf als Ziel oder man versucht Geschwindigkeit in die (Ultra-)Beine zu bekommen um bei den Frühjahrsläufen auf Asphalt eine ordentliche Zeit hinzulegen. Ich habe mich auch heuer für den (deutlich weniger zeitaufwendigen) zweiten Weg entschieden. Hier möchte ich die Oberpfälzer Winterlauf Challenge als Testläufe mitnehmen um Ende März / Anfang April (wahrscheinlich in Linz) meine persönliche Bestzeit im Halbmarathon zu knacken. Anschließend steht als Saisonauftakt das Innsbruck Alpine Trailrun Festival auf dem Programm bevor es zur Deutschen Meisterschaft im Ultratrail (im Rahmen des Zugspitz Supertrail XL) geht. Ende Juli steht wie in den letzten beiden Jahren die SCOTT Zugspitz Trailrun Challenge an.

Anschließend möchte ich mich noch nicht festlegen: Zu den Pflichtterminen gehören auf jeden Fall unsere regionalen Veranstaltungen wie der Kine vom Kaitersberg oder der Arberland Ultratrail. Für welche Strecke ich mich bei letzterem entscheide und wie ambitioniert ich die Sache angehe hängt von der Gestaltung der zweiten Saisonhälfte ab – mal sehen was das Jahr 2017 bringt. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf für das Team Gamsbock und unterstützt durch die bewährten Sponsoren CEP, SCOTT und ERDINGER alkoholfrei an den Start zu gehen!

Foto: Marco Felgenhauer - Kleiner Arbersee 2016