Geißkopf Run 2016 – Die Schlacht am Goaßkopf

Die Idee ist einfach aber genial: Den Berg hoch – egal wie. Hauptsache eigene Muskelkraft! Was beim Vertical Up auf der Kitzbüheler Streif längst Kult ist – hier messen sich seit Jahren die besten Skibergsteiger und Bergläufer der Welt – hält nun mehr und mehr Einzug in den Bayerischen Wald.

Man nehme einen extrem steilen Berg - am besten mit Schnee - und 100 leidensbereite Athleten, die versuchen diesen auf Tourenski, Langlaufskiern, laufend, radelnd oder auf allen Vieren in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Material und Streckenwahl ist dabei egal. Champ ist, wer als erster durch den Zielbogen kommt. Ideale Voraussetzungen für diese  Schinderei der Extraklasse bietet der Geißkopf in Bischofsmais, an dem der sogenannte „Geißkopf Run“ heuer bereits zum vierten Mal stattfand. Mit dabei Markus Mingo, Wolfgang Hochholzer und Martin Mühlbauer vom Team Gamsbock e.V. bzw. TV Bad Kötzting.

Comeback nach 14 Monaten Wettkampfpause

Einen besonderen Stellenwert hatte der Event wohl für Wolfgang, der sich nach seiner verletzungsbedingten,  14 monatigen Wettkampfpause, zum ersten Mal wieder eine Startnummer ans Trikot heften durfte. „Seit gut zwei Monaten trainiere ich jetzt wieder auf relativ gutem Niveau und das Ganze auch noch einigermaßen schmerzfrei. Ein bisschen nervös war ich vor dem Start schon, da ich genau wusste, welche Schinderei da auf mich zukommt.“

Je nach Streckenwahl sind zwischen Start, Kontrollpunkt und Ziel circa 2,5 Kilometer und 300 Höhenmeter zu bewältigen – dieses Jahr auf knöcheltiefem Schneematsch. In den ersten beiden Austragungen des Geißkopfruns konnte Wolfgang mit Laufschuhen als Erster die Ziellinie überqueren. Auch dieses Jahr setzte wieder ein Großteil der „Läufer“ auf grobstollige Laufschuhe, Spikes oder Grödel zum Überziehen. Dass das nicht immer die beste Wahl sein muss, zeigte im letzten  Jahr der Skibergsteiger Konrad Lex, der die Strecke mit Tourenski in absoluter Rekordzeit bewältigte. Und genau das macht den Event interessant!

Hohes sportliches Niveau

Die Ergebnislisten sprechen für sich und für das hohe sportliche Niveau dieser Veranstaltung, bei der die zehn schnellsten Herren innerhalb von drei Minuten Differenz zum „Goaßkopf-Champ“  Armin Reif die Ziellinie überquerten. „Klar hätte ich gerne zum dritten Mal die Schlacht am Geißkopf gewonnen, aber ich bin überglücklich schmerzfrei hinter einem bärenstarken Markus Mingo und Youngster Armin Reif die Schlacht überlebt zu haben und zu sehen, dass noch was geht“, resümiert Wolfgang.