Verrückter Sonntag – Der ganz normale Trainingswahnsinn

Was macht man, wenn man sich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden kann? Natürlich beides! Am Ende eines knackigen Trainingsblocks mit zahlreichen Intervallen und Tempoläufen stand für Markus Mingo und Martin Mühlbauer am 28.02. der Lauf um den Murner See im Rahmen der Wechselszene Winterlauf Challenge auf dem Programm. Die Vorgabe:  15 Kilometer Tempolauf im angestrebten Halbmarathonrenntempo. Schön und gut, wäre da nicht am Nachmittag noch die Winterkultveranstaltung schlechthin: Der 10. Bike & Run in Fuhrn.

Martin Mühlbauer berichtet vom Doppelspieltag des Team Gamsbock:

Der Plan stand fest, Markus und Ich wollten unseren Trainingsblock mit einem Wettkampf beenden. Es wurden dann sogar zwei daraus,  Halbmarathontempo testen beim 15km Lauf bei der Winterlauf Challenge am Murner See und Teilnahme am Bike & Run in Fuhrn. Als wir uns dann das Datum genauer betrachteten, stellten wir fest gleicher Tag! Lediglich die Startzeit unterschied sich: 15km Lauf am Murner See 1100 und Bike and Run 1330.

„Des is machbar, übahaupt koa Problem“ meinte Markus zu mir.  Ich glaub mein Gesichtsausdruck damals sprach Bände, doch die Chance mit meinem Kumpel Markus beim Bike & Run starten zu dürfen wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

15km Lauf Murner See

Punkt 0915 stand ich bei Markus auf der Matte, schnell das Bike aufgeladen und los ging es nach Wackersdorf. Da eine Unwetterwarnung für diesen Tag angesagt war, ahnten wir Schlimmes, doch zum Glück lag der Wetterbericht falsch, optimale Laufbedingungen bei 6° Grad. Schnell Startunterlagen abgeholt, Warmgelaufen, Angstbisler getätigt und schon stand ich mit knapp 300 anderen Läufern am Start.

Die ersten 5km waren eher langweilig, erst Kartbahn ablaufen, danach ins Industriegebiet mit Wendemarke. Doch als ich dann rechts in den Fußgängerweg Murner See einbog lachte mein Läuferherz. Ein schöner welliger Weg um den See machte Spaß zu laufen und die Zeit verging wie im Flug. Leider zog sich der letzte Kilometer gewaltig, da man sich, das Ziel vor Augen, eine gefühlte Ewigkeit durch die Kartbahn schlängeln muss.

Markus lief mit 51min ins Ziel ein, ich folgte mit 54min. Beide konnten wir exakt die angepeilte Halbmarathon-Pace halten und waren zu Recht zufrieden mit unserer Leistung.

Mein persönliches Fazit zu der Veranstaltung: Rundum gelungen, Verpflegung gut, Strecke bestmöglichstes rausgeholt. Leider war die Zuschaueranzahl eher gering, was auch am schlechteren Wetter lag.  Wir werden wieder kommen!

Bike & Run

„Die Hölle auf Erden“ dachte ich mir als wir uns beide aus dem Auto quälten. Gefühlte – 15°Grad mit böigem Wind. Beide schauten wir uns sprachlos an auf den Weg zur Abholung der Startunterlagen. Worte waren unnötig, jeder wusste „es wird weh tun“ und dann noch so ein übles Wetter.

Doch Rettung nahte. Unsere Frauen samt Paul (Markus Sohn) trafen zur Unterstützung ein. Die Motivation stieg wieder. Denn wenn der kleine Paul dem Wetter trotzte und sogar ein Lächeln für uns über hatte, dann konnten wir das auch.

Kurz Klamotten getauscht und schon ging es in die zweite Trainingseinheit.

Markus startete mit der ersten 400m Entzerrungsrunde, ich übernahm die zweiten 400m und stieg danach gleich aufs Rad. 3 Runden a` 4,25 km waren zu bewältigen. Wir kamen ganz gut in Schwung und die erste Runde verging wie im Fluge. Bei der zweiten Runde brach ich leider ein. Zum Glück hatte ich einen bärenstarken Motivator und Läufer an meiner Seite, der mich wieder in die Spur brachte. Danke Markus!!! Die Wechsel zwischen Rad und Laufen fielen uns leicht und funktionierten tadellos.

Anfang der dritten Runde fanden wir doch noch ein paar Körner, gaben noch einmal alles und konnten in 53:10 min unseren 4. Platz sichern. Tagesbestzeit (51:35) liefen Andreas Aschenbrenner und Jochen Stöberl. Maria Koller und Kathi Gattermann (ebenfalls Team Gamsbock) siegten in 1:03:11 bei den Damen.

Für mich ein überragendes Gefühl in einem Teamwettkampf alles zu geben und sich auf den anderen verlassen zu können. Auch die Durchführung und Organisation durch Ralf Preissl (laufstilanalyse.de) war für mich überragend. Eine tolle Idee: Jedes teilnehmende Team erhält bei der Siegerehrung einen Sachpreis.

Ein toller Sonntag. Hart aber geil.