Team Gamsbock für Deutschland

Maria Koller und Markus Mingo starten bei der Langdistanz Berglauf WM in Slowenien

Die Berufung in den Kader der deutschen Berglaufnationalmannschaft Ende letzten Jahres war ein sportlicher Paukenschlag für Maria Koller und Markus Mingo und das i-Tüpfelchen auf eine sehr erfolgreiche Laufsaison 2015. Ab diesem Zeitpunkt war das erklärte Ziel und zugleich Saisonhöhepunkt des Jahres 2016 die 13. WMRA World Long Distance Mountainrun Championships 2016 im slowenischen Podbrdo. Ab sofort galt es die einmalige Chance zu nutzen und sich innerhalb der Riege bärenstarker Kaderathleten für einen der begehrten WM-Plätze (5 Männer und 3 Frauen) zu empfehlen.

Maria beim Trainingslager in Bodenmais (Foto: Felgenhauer M.)

Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften der Vorjahre handelt es sich bei der Strecke in Slowenien um keinen reinen Berglauf („nur“ bergauf), sondern um einen waschechten Trailrun mit 43 Kilometern und 2800 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Vor allem die knapp 3000 Höhenmeter im technischen Downhill spiegeln die Stärken der beiden Gamsböcke aus dem Bayerischen Wald wieder und ließen ihre Chancen auf die WM-Teilnahme steigen.

Streckenprofil in Slowenien: 43k, 2800 Hm

Beim schnellen Andechs-Trail im April, einem mehrtägigen Trainingslager in Bodenmais und einem couragierten Auftritt beim Lichtenstein Skyrace konnten Koller und Mingo DLV Berglauf-Chef Kurt König und Trainer Sandro Lorenz überzeugen und sicherten sich das Ticket für die WM. Donnerstag, den 16.06.2016 geht es nun los nach Slowenien, wo am 18.06.2016 der Startschuss zur WM fällt, für die 23 Nationen ihre Teams zur Teilnahme gemeldet haben.

Trainingslager am Großen Arber (Foto: Felgenhauer M.)

Mit dem Eintreffen des Einkleidungskoffers „Team Germany“ steigt nun auch die Nervosität. Stehen doch die besten Trail- und Bergläufer jedes Landes an der Startlinie beim Kampf um die begehrten Medaillen. „Klar ist die Anspannung größer als bei anderen Rennen. Aber wir haben gut trainiert, fühlen uns topfit und sehen das Ganze als Riesenerlebnis. Die Freude und der Stolz im Nationaltrikot am Start stehen zu dürfen überwiegen. Wobei der Respekt vor der Strecke und der starken internationalen Konkurrenz schon sehr groß ist“, so Markus Mingo. „Was wir in den letzten Tagen an Unterstützung, Nachrichten, Glückwünschen, Anrufen und Posts erhalten haben ist gigantisch. Man merkt, dass uns der ganze Bayerische Wald die Daumen drückt. Das beflügelt natürlich ungemein.“