Kooperationspartner 2016 – Von Trails und Beziehungskrisen

Kennt ihr das Gefühl, ihr seid mit jemandem zusammen und nach Außen scheint alles perfekt zu sein? Die Braut ist heiß,  man hat die gleichen Hobbies und Interessen und auch sonst wirkt alles wunderbar und harmonisch. Aber irgendwie bleibt ständig das Gefühl der leichten Unzufriedenheit und Unsicherheit. Man stellt sich immer häufiger die Frage: Ist das die Partnerschaft fürs Leben? Bei genauerer Betrachtung merkt man schnell, dass man trotz gemeinsamer Interessen doch grundverschieden ist: Während sie gerne in möglichst großen Städten unter möglichst vielen Menschen läuft, zieht es uns auf die einsamen Berge. Sie liebt die (digitale) Glitzerwelt – wir gehen lieber im (analogen) Wald spielen. Ihr ist es wichtig mit möglichst vielen Freunden gleichzeitig in Kontakt zu sein – wir haben lieber eine Handvoll sehr guter Freunde mit denen wir uns auch über Themen jenseits des Smalltalks unterhalten können. Trotzdem zögert man den Zeitpunkt der Trennung immer wieder hinaus, sei es aus Bequemlichkeit, der Angst alleine zu sein, oder einfach aus Selbstbetrug…

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SCOTT ROCK THE TOP – Zugspitz Trailrun Challenge 2016

München, 12.07.2016: Pressemeldung PlanB

Markus Mingo und Maria Koller wollen ihre Titel bei der 3. Auflage verteidigen

Es ist Deutschlands härtester und spektakulärster Marathon. Ein Marathon mit Suchtpotenzial. Und die Kulisse für ein Laufevent der ganz besonderen Art ist Deutschlands höchster Berg persönlich: Die Zugspitze mit 2962 Metern. Die 3. Ausgabe der SCOTT ROCK THE TOP – Zugspitz Trailrun-Challenge vom 22. bis 24. Juli ist mehr als nur ein einfacher Wettkampf, es ist ein „Festival des Trailrunning“. Fünf Wettkämpfe an drei Tagen, Starts in Garmisch-Partenkirchen und Ehrwald inmitten einer atemberaubenden Berglandschaft der Zugspitz Arena Bayern-Tirol, was den grenzüberschreitenden Charakter des Events unterstreicht. Weit mehr als 1000 Athleten aus 28 Nationen honorieren es mit einem neuen Teilnehmerrekord. Und natürlich dürfen die Stars nicht fehlen. Die Gesamtwertungs-Vorjahressieger Markus Mingo und Maria Koller vom SCOTT Trailrunning Team Gamsbock wollen ihre Titel unbedingt verteidigen.

Foto: Felix Löchner

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Team Gamsbock für Deutschland

Maria Koller und Markus Mingo starten bei der Langdistanz Berglauf WM in Slowenien

Die Berufung in den Kader der deutschen Berglaufnationalmannschaft Ende letzten Jahres war ein sportlicher Paukenschlag für Maria Koller und Markus Mingo und das i-Tüpfelchen auf eine sehr erfolgreiche Laufsaison 2015. Ab diesem Zeitpunkt war das erklärte Ziel und zugleich Saisonhöhepunkt des Jahres 2016 die 13. WMRA World Long Distance Mountainrun Championships 2016 im slowenischen Podbrdo. Ab sofort galt es die einmalige Chance zu nutzen und sich innerhalb der Riege bärenstarker Kaderathleten für einen der begehrten WM-Plätze (5 Männer und 3 Frauen) zu empfehlen.

Maria beim Trainingslager in Bodenmais (Foto: Felgenhauer M.)

Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften der Vorjahre handelt es sich bei der Strecke in Slowenien um keinen reinen Berglauf („nur“ bergauf), sondern um einen waschechten Trailrun mit 43 Kilometern und 2800 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Vor allem die knapp 3000 Höhenmeter im technischen Downhill spiegeln die Stärken der beiden Gamsböcke aus dem Bayerischen Wald wieder und ließen ihre Chancen auf die WM-Teilnahme steigen.

Streckenprofil in Slowenien: 43k, 2800 Hm

Beim schnellen Andechs-Trail im April, einem mehrtägigen Trainingslager in Bodenmais und einem couragierten Auftritt beim Lichtenstein Skyrace konnten Koller und Mingo DLV Berglauf-Chef Kurt König und Trainer Sandro Lorenz überzeugen und sicherten sich das Ticket für die WM. Donnerstag, den 16.06.2016 geht es nun los nach Slowenien, wo am 18.06.2016 der Startschuss zur WM fällt, für die 23 Nationen ihre Teams zur Teilnahme gemeldet haben.

Trainingslager am Großen Arber (Foto: Felgenhauer M.)

Mit dem Eintreffen des Einkleidungskoffers „Team Germany“ steigt nun auch die Nervosität. Stehen doch die besten Trail- und Bergläufer jedes Landes an der Startlinie beim Kampf um die begehrten Medaillen. „Klar ist die Anspannung größer als bei anderen Rennen. Aber wir haben gut trainiert, fühlen uns topfit und sehen das Ganze als Riesenerlebnis. Die Freude und der Stolz im Nationaltrikot am Start stehen zu dürfen überwiegen. Wobei der Respekt vor der Strecke und der starken internationalen Konkurrenz schon sehr groß ist“, so Markus Mingo. „Was wir in den letzten Tagen an Unterstützung, Nachrichten, Glückwünschen, Anrufen und Posts erhalten haben ist gigantisch. Man merkt, dass uns der ganze Bayerische Wald die Daumen drückt. Das beflügelt natürlich ungemein.“

 

Lichtenstein Skyrace

Der Winter ist endlich vorbei und Deutschlands Trailrunner juckt es merklich in den Beinen. Wenn dann auch noch Denis Wischniewski, Chefredakteur des TRAIL Magazins in seiner Geburtsstadt zum Skyrace ruft, lässt es sich die Szene natürlich nicht nehmen zahlreich im schwäbischen Lichtenstein zu erscheinen. Während sich ab Juli die Sportler auf zahlreiche Events in den Alpen verteilen, garantiert der frühe Zeitpunkt im Rennkalender ein hochkarätiges Starterfeld. So stehen mit Lukas Nägele, Matthias Bauer (1. Platz U.TLW 2015), Timo Zeiler (mehrmaliger deutscher Berglaufmeister) oder Benni Bublak (2. Platz Zugspitz Ultratrail 2015) einige der besten deutschen Trailrunner an der Startlinie.

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Berglauf WM Slowenien - Offizieller Rennbericht

Italien dominiert bei der 13. Long Distance Mountain Running Championships in Podbrdo, Slowenien.

Bronzemedaille für die deutschen Herren in der Mannschaftswertung

Bei besten Bedingungen dominieren die italienischen und britischen Läufer bei den 13. Langsdistanz Berglauf Weltmeisterschaften im slowenischen Podbrdo. Auf einem hochselektiven Kurs mit einem Mix aus technischem Gelände mit Fels und Schlamm, steilen Bergpassagen und vielen gut laufbaren Abschnitten auf Schotter bestimmen die Läufer aus Italien das Geschehen und holen sich am Ende mit Alessandro Rambaldini (3:44:52) und Marco De Gasperi (3:46:12) in neuer Rekordzeit Gold und Silber in der Einzelwertung der Herren. Das Podium komplettierte der Weltmeister aus dem Jahr 2013, Mitja Kosovelj (SLO) in einer Zeit von 3:46:33. Bei den Damen siegte Annie Conway (GBR, 4:29:01) vor  Antonella Confortola (ITA, 4:29:58) und Lucija Krkoc (SLO, 4:30:43). Mit einer starken Mannschaftsleistung sicherte sich Deutschland die Bronzemedaille bei den Herren hinter den Teams aus Italien und Großbritannien. Auch bei den Damen führte an den Italienerinnen kein Weg vorbei. Das Podium komplettierte Großbritannien und Slowenien.

Ergebnislisten

U. Trail Lamer Winkel - Jochen Maurer

Mit Steffi Koller, Martin Mühlbauer und Jochen Maurer hatte das Team Gamsbock drei heiße Eisen im Feuer, wenn es um die Vergabe der Top Platzierungen des U.TLW ging. Steffi belegte hinter der überragenden Tina Fischl einen starken zweiten Platz beim Osser-Riesen. Martin und Jochen wollten inmitten nationaler Trailrunninggrößen mit einer Top-Ten Platzierung die Szene aufhorchen lassen. Beide hatten stark trainiert, beide befanden sich in der Form ihres Lebens und beide hatten das Potential für eine Platzierung unter den ersten zehn der Gesamtwertung .

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Kurzer Ausflug in die Welt des Profisports

Maria Koller und Markus Mingo beim Trainingslager in Bodenmais

Nach der Berufung in den Kader der deutschen Berglaufnationalmannschaft folgte für Maria Koller und Markus Mingo das erste Highlight der Saison im Berglauf-Team Deutschland. Ein sechstägiges Trainingslager im nahegelegenen Bodenmais organisiert vom DLV Berglauf-Chef Kurt König. Der Urlaubsort auf der anderen Seite des großen Arbers zeigte sich dabei als perfekter Gastgeber und bot den Athleten in einem 4-Sterne Hotel alles was das Läuferherz begehrte.

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Berglauf WM Slowenien - Von Menschen und Maschinen

Völlig zerstört klammere ich mich an einen Baum im slowenischen Triglav Nationalpark und spiele mit dem Gedanken beim bisher wichtigsten sportlichen Ereignis meines Lebens aufzugeben. Ich stehe bei Kilometer 30, etwa 600 Höhenmeter unter dem letzten Gipfel als mit einem Schlag alle Kraft aus meinem Körper weicht und ich es einfach nicht mehr schaffe die nächste steile Stufe hochzusteigen.

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U. Trail Lamer Winkel - Martin Mühlbauer

Mit Steffi Koller, Martin Mühlbauer und Jochen Maurer hatte das Team Gamsbock drei heiße Eisen im Feuer, wenn es um die Vergabe der Top Platzierungen des U.TLW ging. Steffi belegte hinter der überragenden Tina Fischl einen starken zweiten Platz beim Osser-Riesen. Martin und Jochen wollten inmitten nationaler Trailrunninggrößen mit einer Top-Ten Platzierung die Szene aufhorchen lassen. Beide hatten stark trainiert, beide befanden sich in der Form ihres Lebens und beide hatten das Potential für eine Platzierung unter den ersten zehn der Gesamtwertung .

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Patrouille des Glaciers – Das härteste Skitourenrennen der Welt!(?)

Patrouille des Glaciers – Das härteste Skitourenrennen der Welt!(?)

Zweifelsohne, die Patrouille des Glaciers ist hart, sie ist knüppelhart. Und die Strecke zwischen Zermatt und Verbier ist lang, elendig lang (53km, 4.000Hm). Und die Temperaturen auf der 3.600 Meter hohen Tete Blanche sind kalt, arschkalt. Und die Abfahrten – vor allem die am Seil – können gefährlich sein, sehr gefährlich.

Dennoch, die Patrouille des Glaciers ist mehr ein „Social Event“, als ein richtiges Rennen. Die Tage im Wallis sind ein riesengroßes Klassentreffen für mehr als 4.000 Skibergsteiger – und solche, die glauben, dass sie welche sind. Nach unseren Erfahrungen bei der Pierra Menta zähle ich mich selber immer noch eher zur zweiten Kategorie.

Die soziale Bedeutung dieses geschichts- und prestigeträchtigsten Rennens zeigt u.a. auch die medial fachmännisch ausgeschlachtete Teilnahme der bezaubernden Pippa Middleton. Genau! Die Pippa! Die mit dem tollen – tiefausgeschnittenen – Kleid, die mit der tollen Figur, die ihrer Schwester bei der Hochzeit die Show stahl. Gerne hätten wir mit Pippa in Verbier ein paar Bier getrunken. Leider ist sie schon am Mittwochvormittag erfolgreich ins Ziel gekommen. :-)

Dass die Patrouille etwas Magisches hat, zeigte mir 2012 und 2014 vor dem Start eine noch nie erlebte Nervosität. Selbst mein bester Freund Michael, der nicht einmal am Tag des Jüngsten Gerichts mit der Wimper zucken würde, war sichtlich nervös – und ich nicht sehr viel weniger.

Wie man es auch dreht und wendet: Als Skibergsteiger muss man einmal bei der Patrouille des Glaciers dabei gewesen sein! Ich bin sogar der Überzeugung, dass man alle zwei Jahre dabei sein muss; alleine schon um die eigene körperliche und mentale Verweichlichung zu verlangsamen.

Seit Tagen denke ich schon an unseren Start (Sa., 0.15 Uhr) im Herzen Zermatts. Ich denke an die alkoholgeschwängerte Partystimmung in den engen Gassen, an das nervöse Gezappel hunderter Skibergsteiger im Startbereich, an das Gefühl in die Dunkelheit hinaus zu laufen in das größte Abenteuer der Saison. Ich möchte nicht wissen, wie viele Quadratmeter „Gänsehaut“ kurz vor dem Start in Zermatt auf den Körpern der Läufer gemessen werden könnten.

Die Erinnerungen an halberfrorene Finger bei mehr als -20 Grad und fast 90km/h Wind auf der Tete Blanche, die Tränen in den Augen auf dem Weg hinauf zur Rosablanche und die unermessliche Endorphinausschüttung beim Zieleinlauf in Verbier 2014 werden mich noch lange begleiten. Zu intensiv sind solche Erlebnisse – für die man(n)/Frau bei Jochen Schweizer bestimmt zehntausende Euro bezahlen müsste –, als dass man sie vergessen könnte.

Den schlechten Wettervorhersagen für Samstag kann ich dennoch etwas Positives abgewinnen. Je härter die äußeren Bedingungen bei einer Bergtour sind, umso intensiver nimmt man alles wahr und umso länger erzählt man sich die Geschichten. ;-)  

Mit Michael und Stefan Loibl (Skitour Magazin) an meiner Seite weiß ich, dass es richtig gut und vor allem witzig wird – egal was kommt!

Vive la Patrouille!

#teamgamsbock #degwoidausmwoid #skitourmagazin #pdg2016