Berglauf WM Slowenien - Offizieller Rennbericht

Italien dominiert bei der 13. Long Distance Mountain Running Championships in Podbrdo, Slowenien.

Bronzemedaille für die deutschen Herren in der Mannschaftswertung

Bei besten Bedingungen dominieren die italienischen und britischen Läufer bei den 13. Langsdistanz Berglauf Weltmeisterschaften im slowenischen Podbrdo. Auf einem hochselektiven Kurs mit einem Mix aus technischem Gelände mit Fels und Schlamm, steilen Bergpassagen und vielen gut laufbaren Abschnitten auf Schotter bestimmen die Läufer aus Italien das Geschehen und holen sich am Ende mit Alessandro Rambaldini (3:44:52) und Marco De Gasperi (3:46:12) in neuer Rekordzeit Gold und Silber in der Einzelwertung der Herren. Das Podium komplettierte der Weltmeister aus dem Jahr 2013, Mitja Kosovelj (SLO) in einer Zeit von 3:46:33. Bei den Damen siegte Annie Conway (GBR, 4:29:01) vor  Antonella Confortola (ITA, 4:29:58) und Lucija Krkoc (SLO, 4:30:43). Mit einer starken Mannschaftsleistung sicherte sich Deutschland die Bronzemedaille bei den Herren hinter den Teams aus Italien und Großbritannien. Auch bei den Damen führte an den Italienerinnen kein Weg vorbei. Das Podium komplettierte Großbritannien und Slowenien.

Ergebnislisten

Berglauf WM Slowenien - Von Menschen und Maschinen

Völlig zerstört klammere ich mich an einen Baum im slowenischen Triglav Nationalpark und spiele mit dem Gedanken beim bisher wichtigsten sportlichen Ereignis meines Lebens aufzugeben. Ich stehe bei Kilometer 30, etwa 600 Höhenmeter unter dem letzten Gipfel als mit einem Schlag alle Kraft aus meinem Körper weicht und ich es einfach nicht mehr schaffe die nächste steile Stufe hochzusteigen.

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U. Trail Lamer Winkel - Martin Mühlbauer

Mit Steffi Koller, Martin Mühlbauer und Jochen Maurer hatte das Team Gamsbock drei heiße Eisen im Feuer, wenn es um die Vergabe der Top Platzierungen des U.TLW ging. Steffi belegte hinter der überragenden Tina Fischl einen starken zweiten Platz beim Osser-Riesen. Martin und Jochen wollten inmitten nationaler Trailrunninggrößen mit einer Top-Ten Platzierung die Szene aufhorchen lassen. Beide hatten stark trainiert, beide befanden sich in der Form ihres Lebens und beide hatten das Potential für eine Platzierung unter den ersten zehn der Gesamtwertung .

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Patrouille des Glaciers – Das härteste Skitourenrennen der Welt!(?)

Patrouille des Glaciers – Das härteste Skitourenrennen der Welt!(?)

Zweifelsohne, die Patrouille des Glaciers ist hart, sie ist knüppelhart. Und die Strecke zwischen Zermatt und Verbier ist lang, elendig lang (53km, 4.000Hm). Und die Temperaturen auf der 3.600 Meter hohen Tete Blanche sind kalt, arschkalt. Und die Abfahrten – vor allem die am Seil – können gefährlich sein, sehr gefährlich.

Dennoch, die Patrouille des Glaciers ist mehr ein „Social Event“, als ein richtiges Rennen. Die Tage im Wallis sind ein riesengroßes Klassentreffen für mehr als 4.000 Skibergsteiger – und solche, die glauben, dass sie welche sind. Nach unseren Erfahrungen bei der Pierra Menta zähle ich mich selber immer noch eher zur zweiten Kategorie.

Die soziale Bedeutung dieses geschichts- und prestigeträchtigsten Rennens zeigt u.a. auch die medial fachmännisch ausgeschlachtete Teilnahme der bezaubernden Pippa Middleton. Genau! Die Pippa! Die mit dem tollen – tiefausgeschnittenen – Kleid, die mit der tollen Figur, die ihrer Schwester bei der Hochzeit die Show stahl. Gerne hätten wir mit Pippa in Verbier ein paar Bier getrunken. Leider ist sie schon am Mittwochvormittag erfolgreich ins Ziel gekommen. :-)

Dass die Patrouille etwas Magisches hat, zeigte mir 2012 und 2014 vor dem Start eine noch nie erlebte Nervosität. Selbst mein bester Freund Michael, der nicht einmal am Tag des Jüngsten Gerichts mit der Wimper zucken würde, war sichtlich nervös – und ich nicht sehr viel weniger.

Wie man es auch dreht und wendet: Als Skibergsteiger muss man einmal bei der Patrouille des Glaciers dabei gewesen sein! Ich bin sogar der Überzeugung, dass man alle zwei Jahre dabei sein muss; alleine schon um die eigene körperliche und mentale Verweichlichung zu verlangsamen.

Seit Tagen denke ich schon an unseren Start (Sa., 0.15 Uhr) im Herzen Zermatts. Ich denke an die alkoholgeschwängerte Partystimmung in den engen Gassen, an das nervöse Gezappel hunderter Skibergsteiger im Startbereich, an das Gefühl in die Dunkelheit hinaus zu laufen in das größte Abenteuer der Saison. Ich möchte nicht wissen, wie viele Quadratmeter „Gänsehaut“ kurz vor dem Start in Zermatt auf den Körpern der Läufer gemessen werden könnten.

Die Erinnerungen an halberfrorene Finger bei mehr als -20 Grad und fast 90km/h Wind auf der Tete Blanche, die Tränen in den Augen auf dem Weg hinauf zur Rosablanche und die unermessliche Endorphinausschüttung beim Zieleinlauf in Verbier 2014 werden mich noch lange begleiten. Zu intensiv sind solche Erlebnisse – für die man(n)/Frau bei Jochen Schweizer bestimmt zehntausende Euro bezahlen müsste –, als dass man sie vergessen könnte.

Den schlechten Wettervorhersagen für Samstag kann ich dennoch etwas Positives abgewinnen. Je härter die äußeren Bedingungen bei einer Bergtour sind, umso intensiver nimmt man alles wahr und umso länger erzählt man sich die Geschichten. ;-)  

Mit Michael und Stefan Loibl (Skitour Magazin) an meiner Seite weiß ich, dass es richtig gut und vor allem witzig wird – egal was kommt!

Vive la Patrouille!

#teamgamsbock #degwoidausmwoid #skitourmagazin #pdg2016

Team Gamsbock für Deutschland

Maria Koller und Markus Mingo starten bei der Langdistanz Berglauf WM in Slowenien

Die Berufung in den Kader der deutschen Berglaufnationalmannschaft Ende letzten Jahres war ein sportlicher Paukenschlag für Maria Koller und Markus Mingo und das i-Tüpfelchen auf eine sehr erfolgreiche Laufsaison 2015. Ab diesem Zeitpunkt war das erklärte Ziel und zugleich Saisonhöhepunkt des Jahres 2016 die 13. WMRA World Long Distance Mountainrun Championships 2016 im slowenischen Podbrdo. Ab sofort galt es die einmalige Chance zu nutzen und sich innerhalb der Riege bärenstarker Kaderathleten für einen der begehrten WM-Plätze (5 Männer und 3 Frauen) zu empfehlen.

Maria beim Trainingslager in Bodenmais (Foto: Felgenhauer M.)

Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften der Vorjahre handelt es sich bei der Strecke in Slowenien um keinen reinen Berglauf („nur“ bergauf), sondern um einen waschechten Trailrun mit 43 Kilometern und 2800 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Vor allem die knapp 3000 Höhenmeter im technischen Downhill spiegeln die Stärken der beiden Gamsböcke aus dem Bayerischen Wald wieder und ließen ihre Chancen auf die WM-Teilnahme steigen.

Streckenprofil in Slowenien: 43k, 2800 Hm

Beim schnellen Andechs-Trail im April, einem mehrtägigen Trainingslager in Bodenmais und einem couragierten Auftritt beim Lichtenstein Skyrace konnten Koller und Mingo DLV Berglauf-Chef Kurt König und Trainer Sandro Lorenz überzeugen und sicherten sich das Ticket für die WM. Donnerstag, den 16.06.2016 geht es nun los nach Slowenien, wo am 18.06.2016 der Startschuss zur WM fällt, für die 23 Nationen ihre Teams zur Teilnahme gemeldet haben.

Trainingslager am Großen Arber (Foto: Felgenhauer M.)

Mit dem Eintreffen des Einkleidungskoffers „Team Germany“ steigt nun auch die Nervosität. Stehen doch die besten Trail- und Bergläufer jedes Landes an der Startlinie beim Kampf um die begehrten Medaillen. „Klar ist die Anspannung größer als bei anderen Rennen. Aber wir haben gut trainiert, fühlen uns topfit und sehen das Ganze als Riesenerlebnis. Die Freude und der Stolz im Nationaltrikot am Start stehen zu dürfen überwiegen. Wobei der Respekt vor der Strecke und der starken internationalen Konkurrenz schon sehr groß ist“, so Markus Mingo. „Was wir in den letzten Tagen an Unterstützung, Nachrichten, Glückwünschen, Anrufen und Posts erhalten haben ist gigantisch. Man merkt, dass uns der ganze Bayerische Wald die Daumen drückt. Das beflügelt natürlich ungemein.“

 

Lichtenstein Skyrace

Der Winter ist endlich vorbei und Deutschlands Trailrunner juckt es merklich in den Beinen. Wenn dann auch noch Denis Wischniewski, Chefredakteur des TRAIL Magazins in seiner Geburtsstadt zum Skyrace ruft, lässt es sich die Szene natürlich nicht nehmen zahlreich im schwäbischen Lichtenstein zu erscheinen. Während sich ab Juli die Sportler auf zahlreiche Events in den Alpen verteilen, garantiert der frühe Zeitpunkt im Rennkalender ein hochkarätiges Starterfeld. So stehen mit Lukas Nägele, Matthias Bauer (1. Platz U.TLW 2015), Timo Zeiler (mehrmaliger deutscher Berglaufmeister) oder Benni Bublak (2. Platz Zugspitz Ultratrail 2015) einige der besten deutschen Trailrunner an der Startlinie.

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Wolfgang´s Saisonplanung 2016 – „Less flat more SKY“

Auf den Tag genau ein Jahr ist es nun her, als an meiner linken Hüfte rumgeschnippelt wurde. 2,5 Stunden dauerte damals der arthroskopische Eingriff an meinem Hüftgelenk und es konnte mir kein Doktor versprechen, ob das mit dem Laufen wieder so klappen würde, wie zuvor.  

Heute sieht die Welt schon wieder ganz anders aus – die ersten Kilometer und Höhenmeter sind gemacht, mit dem Vertical Up in Kitzbühel der erste Wettkampf absolviert und die Hüfte fühlt sich verdammt gut an! Auch, wenn´s momentan noch an einer anderen Stelle etwas zwickt, bin ich recht zuversichtlich, dass die zweite Jahreshälfte etwas ganz besonderes werden wird, wenn es ab Juli für mich heißt: „Less flat more SKY“ 

JULI

Pierra Menta Eté
Von 01.-03.Juli geht es im Team mit Gamsbock Johannes in drei Tagesetappen durch die französischen Alpen – 70km und 7000 Höhenmeter auf spektakulären Trails rund um Arêches-Beaufort erwarten uns!

Dolomites SKYRACE & VK
Am 15. Juli heißt es beim Dolomites VERTICAL KILOMETER „Servus die Wadln!“ – 2,5km/1000Hm
Zwei Tage später geht es beim Dolomites SKYRACE von Canazei aus hinauf zum Piz Boé auf 3152m und wieder runter – 22km/1750Hm

AUGUST

TROMSØ SKYRACE
Nach nur 7 Minuten war dieses Rennen ausverkauft! Umso mehr freue ich mich einen Startplatz ergattert zu haben. Zusammen mit Johannes geht es am 5. August beim BLAMANN VERTICAL zur Sache, bevor am 7. August mit dem HAMPEROKKEN SKYRACE ein extrem technisches Skyrace auf uns wartet. 3 km of road – 9 km trail – 25km technical trail – 6km off trail – 5km technical ridge (III climbing degree) Klingt doch spannend! 50km/4400Hm

KIMA TROPHY
Bei einem Rennen dabei sein zu dürfen, 
das auf eine 20-jährige Geschichte zurückblickt, 
das auf 250 Teilnehmer limitiert ist und sich mehr als 700 Läufer beworben haben, 
das vom weltbesten Trailrunner Kilian Jornet, als das spektakulärste Rennen weltweit bezeichnet wird, ist ein absoluter Traum für mich. Am 28. August erwarten mich im italienischen Val Masino sieben Pässe über 2500m (höchster Punkt 2950m) mit Schneefelder, Kletterpassagen und exponierten Graten – 52km/4200Hm – Mein persönliches Saisonhighlight!

SEPTEMBER

Kaitersberglauf
28.09. „Kurz und schmerzvoll“ wird es wohl bei meinem Heimrennen auf den Bad Kötztinger Hausberg wieder werden. Ich freue mich sehr darauf! 7km/600Hm

OKTOBER

LIMONE SKYRACE EXTREME
Zum Saisonabschluss geht´s nach Limone am Gardasee. Die 27km und 3000 Höhenmeter mit spektakulären Ausblicken auf den Lago werden ein Highlight!

U. Trail Lamer Winkel - Jochen Maurer

Mit Steffi Koller, Martin Mühlbauer und Jochen Maurer hatte das Team Gamsbock drei heiße Eisen im Feuer, wenn es um die Vergabe der Top Platzierungen des U.TLW ging. Steffi belegte hinter der überragenden Tina Fischl einen starken zweiten Platz beim Osser-Riesen. Martin und Jochen wollten inmitten nationaler Trailrunninggrößen mit einer Top-Ten Platzierung die Szene aufhorchen lassen. Beide hatten stark trainiert, beide befanden sich in der Form ihres Lebens und beide hatten das Potential für eine Platzierung unter den ersten zehn der Gesamtwertung .

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Kurzer Ausflug in die Welt des Profisports

Maria Koller und Markus Mingo beim Trainingslager in Bodenmais

Nach der Berufung in den Kader der deutschen Berglaufnationalmannschaft folgte für Maria Koller und Markus Mingo das erste Highlight der Saison im Berglauf-Team Deutschland. Ein sechstägiges Trainingslager im nahegelegenen Bodenmais organisiert vom DLV Berglauf-Chef Kurt König. Der Urlaubsort auf der anderen Seite des großen Arbers zeigte sich dabei als perfekter Gastgeber und bot den Athleten in einem 4-Sterne Hotel alles was das Läuferherz begehrte.

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U.TLW Oster Trailcamp 2016

18 begeisterte Sportler beim U.TLW Trail Camp in Arrach

Irgendetwas war anders von Gründonnerstag bis Karsamstag im Lamer Winkel. Sämtliche Nutella und Müslivorräte in den umliegenden Supermärkten waren ausverkauft und durch die Wälder pflügte eine wilde Horde bunter, gut gelaunter Gestalten – nicht auf Skiern, sondern in Laufschuhen.

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